Mehr Spaß mit dem KSV-Bobenhausen e.V.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, ihnen  attraktive Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung zu bieten und auf die Wünsche unserer Mitglieder und Mitbewohner einzugehen.

 

Wir freuen uns über Interesse aus jeder Generation, haben für jeden etwas in unserem Angebot und freuen uns, wenn sie einmal vorbei schauen und uns kennen lernen wollen.

 

Beteiligen sie sich an den Aktivitäten des Vereines, besuchen sie unsere Veranstaltungen oder tragen sie als Helfer zum Gelingen der Events bei. 

 

 

 

Die Bobenhäuser Grenzgänger waren wieder unterwegs

 

 

Bereits zum 22. Mal begaben sich die Bobenhäuser „Grenzgänger“ zu Beginn des neuen Jahres wieder auf Wanderschaft. In diesem Jahr war der Michelnauer Steinbruch das Ziel.

 

Insgesamt 19 Wanderer „bestiegen“ zu Beginn der Tour den 328 Meter hohen Eschberg. Auf dem Gipfel angekommen suchten wir leider ohne Erfolg den "heißen Stein". Der „Abstieg“ führte über die Gemarkung Wallernhausen nach Nidda. Dort nahmen wir in der Gasthofbrauerei Traube ein deftiges Mittagessen zu uns.

 

Gut gestärkt begab sich die Wandertruppe entlang des Hohensteinerbaches vorbei am großen Niddaer Basaltwerkes nach Michelnau. Am Steinbruch am Wingertsberg mit seinem weltweit einzigartigem roten Lava-Tuff wurden die Teilnehmer von Helmut Kaiser und Gernot Diehl in Empfang genommen. Beide Herren gehören dem Verein "Freunde des Steinbruchs Michelnau e.V." an und zeigten sich im Verlauf der Besichtigungstour als wahre Fachleute in Sachen Vulkanologie und Geschichte des Steinbruches.

 

Mittels Schaubilder erklärte Helmut Kaiser, dass von einem Schlackevulkan ausgeworfene vulkanische Bomben, Asche und Lapilli sich nach der Ablagerung verfestigt haben. Die Oxidation des Eisens führte zur Rotfärbung. Ein ähnliches  Gestein findet man nur auf den Osterinseln.

 

Gernot Diehl schilderte in seinem Vortrag die Geschichte des Steinbruchs, über den 1846 in einer Niddaer Zeitung erstmals berichtet worden sei.

 

Früher wurde das relativ weiche porige Gestein mit Äxten und Beilen abgebaut, später mit einem Kompressorhammer und ab dem Jahr 1949 mit einer Schrämmaschine die ähnlich einer Kettensäge mit einem 2m Kettenschwert ist. Die Spuren dieser Sägen sind bis heute sichtbar.

 

In der alten Sägehalle auf dem Gelände sind heute noch zahlreiche alte Geräte vorhanden.

 

Im Steinbruch Michelnau steht der wohl noch größte Holz-Derrick-Kran in Deutschland. Dieser konnte bei einem Ausleger von 20 Meter, Steinblöcke bis zu 5 Tonnen heben.

Der Verein Freunde des Steinbruchs Michelnau hat es sich zur Aufgabe gestellt, diesen einmaligen Kran zu sanieren und damit für die Nachwelt weiterhin zu erhalten.

 

Recherchen von Gernot Diehl brachten ans Licht, dass beim Bau des Bobenhäuser Backhauses um 1897 der rote Stein des Michelnauer Steinbruches verwendet wurde.

 

Nach Abschluss der Exkursion bedankten sich Frank Dietz und Günther Albus im Namen des KSV Bobenhausen bei den Referenten und überreichten eine Spende, die für weitere Erhaltungsmaßnahmen verwendet werden soll.

 

Im warmen und gemütlichen Vereinsheim der Michelnauer SGE Freunden das direkt am Steinbruch liegt, wurden der Wandertruppe kalte und warme Getränke angeboten. Die Teilnehmer wurden vom vorher organisierten Fahrdienst nach Bobenhausen zurückgefahren.

 

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass es wieder einmal ein gelungener Tag war und der Michelnauer Steinbruch auf jeden Fall eine Besichtigung wert ist.

 

 

 

 

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